BLOG

KIEFERORTHOPÄDIE IN MÜNSTER

Hier beantwortet unsere Fachpraxis ihre Fragen zur KFO-Behandlung

wann

therapie

diagnostik

kosten

KIEFERORTHOPÄDIE WANN

Wir geben Ihnen einen kleinen Zeitplan an die Hand, der in aller Kürze wesentliche KFO-Untersuchungszeitpunkte benennt.

Welche Untersuchungszeitpunkte haben sich in unserer Fachpraxis für Kieferorthopädie in Münster bewährt? Gern erläutern wir ihnen, welches Krankheitsbild in welchem Alter mit welchen Maßnahmen am besten zu behandeln ist. Natürlich kann man auch abwarten bis die Zahnärztin oder der Zahnarzt eine Empfehlung für eine KFO-Behandlung ausspricht, dafür gibt es gute Gründe.

5-8

Frühbehandlung

9-13

Behandlung mit Wachstum

14-16

Spätbehandlung

16+

Erwachsenenbehandlung

KIEFERORTHOPÄDIE WAS IST DAS

Was untersucht ein Kieferorthopäde?

Bei normaler Entwicklung des Gesichtsschädels zeigt die erste kieferorthopädische Untersuchung im 3. Lebensjahr, dass sämtliche Milchzähne eingestellt sind.  Idealerweise zeigen sich kleinere Zahnlücken in Ober- und Unterkiefer. Deshalb besteht auch kein Grund zur Sorge, bedenken sie, dass die neuen Zähne größer sind als die Milchzähne. Zu diesem Untersuchungszeitpunkt ist im Regelfall keine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll und nötig. Vielmehr geht es in dieser Erstuntersuchung darum die Bisslage der Zahnreihen zueinander zu dokumentieren, sowie auf mögliche kariöse Schäden der Zähne hinzuweisen. Neben diesen Hartgeweben werden aber auch die Weichgewebe im Hinblick auf Atmung, Schluckmuster, Lippenschluss, Ruhelage der Zunge und sonstige schädliche Gewohnheiten (Daumenlutschen, etc.) untersucht.

Zusätzlich untersucht ein Kieferorthopäde im Rahmen dieser Erstberatung das Atmungsmuster. Wird mehr durch den Mund oder die Nase geatmet. Beim Schluckmuster wird zwischen dem kindlichen und dem erwachsenen unterschieden. Liegt die Zunge beim Schlucken am Gaumen oder presst sie sich zwischen die Zahnreihen? Die  Funktion der Kiefergelenke spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ist die Mundöffnung symmetrisch? Oder weicht der Unterkiefer zu einer Seite ab? Gibt es Schmerzen in der Kaumuskulatur? Gibt es Geräusche im Kiefergelenk, wenn der Mund geöffnet wird? Sofern erforderlich empfehlen wir ergänzende logopädische, oder physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen. Diese Einschätzung ist Teil der ersten Beratung in unserer Praxis für Kieferorthopädie in Münster. Es geht also nicht nur um die Frage, ob die Behandlungskosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden oder nicht.

Am Empfang warten Tim und Struppi - Kieferorthopädie in Münster - Blog Dr. Lohkamp

AM EMPFANG

Tim und Struppi unterstützen uns

Zajnärztlicher Spiegel kieferorthopädie in Münster - BLOG - Dr. Lohkamp

NUR GUCKEN

Leider reicht das nicht immer

DIAGNOSTIK UND KIEFERORTHOPÄDIE

Diagnostische Leistungen für eine kieferorthopädische Behandlung

Wenn eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll ist benötigen wir zur Sicherung von Befund und Diagnose im Regelfall zwei Röntgenbilder: Eine seitliche Aufnahme des Gesichtsschädels wird anhand festgelegter Punkte ausgemessen. Zusätzlich brauchen wir eine Übersichtsaufnahme (OPG=Orthopantomogramm), die u. U. auch bei Ihrer Zahnärztin/ Ihrem Zahnarzt vorhanden ist.  Abformungen von Ober- und Unterkiefer, sowie Fotos ergänzen die diagnostischen Unterlagen. Auf Basis dieser Diagnostik erstellen wir dann einen individuellen Befund und Therapie- und Kostenplan für Sie und ihre gesetzliche oder private Krankenversicherung.

Selbstverständlich erhält auch ihre Zahnärztin/ihr Zahnarzt diesen Befund, sowie Kopien der angefertigten Röntgenaufnahmen, um Doppelaufnahmen zu verhindern.

In einem weiteren Beratungsgespräch drei bis vier Wochen später diskutieren wir dann die exakte Geräte- bzw. Bracketauswahl und beantworten offene Fragen ihrerseits zur Therapie und zum weiteren Vorgehen.

BEHANDLUNG MIT WACHSTUM

Lose Zahnklammern häufig für beide Kiefer

In der zweiten Wechselgebissphase zwischen dem 9.-12. Lebensjahr zeigen sich die bleibenden Eckzähne und die ersten kleinen Seitenzähne im Unterkiefer.  Sie ist die für viele Zahn- und Kieferfehlstellungen ideale Phase. Weil wachstumsabhängige und wachstumsstimulierende Behandlungen in diesem Alter besonders effektiv sind. Wenn noch nie eine kieferorthopädische Untersuchung bei ihrem Kind erfolgt ist, so ist dieser Untersuchungszeitpunkt der wichtigste! Das Gros der Zahn- und Kieferehlstellungen läßt sich in diesem Alter bestens behandeln, weil sowohl lose als auch feste Klammern zum Einsatz kommen können.

 

 

Grüner Aktivator Kieferorthopädie Münster - BLOG - Dr. Lohkamp

MIT WACHSTUM

Aktivator

Bunte Gummis Kieferorthopädie Münster - BLOG - Dr. Lohkamp

OHNE WACHSTUM

Bunte Ligaturen für Brackets

BEHANDLUNG OHNE WACHSTUM

Spätbehandlung mit festen Klammern oder Alignern

Jenseits des 14.-16. Lebensjahrs ist nur noch mit einem geringen Restwachstums der Kiefer zu rechnen. Zu diesem Zeitpukt sind alle bleibenden Zähne eingestellt. Deshalb konzentrieren wir uns in der kieferorthopädischen Behandlung  auf kleinere Verschiebungen der Zahnreihen gegeneinander. Außerdem behandeln wir Einzelzahnfehlstellungen wie Drehungen von Zähnen oder Höhenunterschiede der Zähne mittels fest sitzender Behandlungsmittel oder mit Alignern. Nur mit besonders rigiden fixen Behandlungsmechaniken („Herbst-Scharnier“) ist eine auch skelettale Bißlagekorrektur zu erwarten.

Ab dem 16. Lebensjahr spricht man von Erwachsenenbehandlung.

 

KOSTEN UND KIEFERORTHOPÄDIE

Wer trägt die Kosten für die Behandlung?

Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen Einschränkungen durch die sog. kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG). Diese Gruppen legen fest, welches  Krankheitsbild von der Krankenversicherung bezuschusst wird und welches nicht. 

  • Behandlungen schwerer Fehlbildungen des Gesichtsschädels (Gruppe A), z. B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten u. ä., werden selbstverständlich bezahlt. Zu jedem Behandlungszeitpunkt.
  • Wenn bleibende Zähne nicht angelegt sind (Indikationsgruppe U) ist im Rahmen des kieferorthopädischen Lückenschlusses eine Kostenübernahme gesichert.
  • Genauso bei Zähnen, die versteckt in Ober- oder Unterkiefer hängen bleiben, und nicht durchbrechen (Indikationsgruppe S).
  • Ein seitlicher Kreuzbiss (Indikationsgruppen K und B) bedingt eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung.
  • Häufig sind es auch Abweichungen in Millimetern z. B. beim offenen Biss ( Gruppe O ) oder tiefen Biss (Gruppe T) zwischen einzelnen Zähnen (Indikationsgruppen E und P) die festlegen, ob die Behandlung bezahlt wird (Schweregrad über 3
  • Auch beim frontalen Kreuzbiss (Gruppe M) und der Frontzahnstufe="Überbiss" (Gruppe D) entscheiden wenige Millimeter über die Kostenzusage.
  • Genauso bei Engständen der Frontzähne (Gruppe E) oder einem Platzmangel seitlich (Gruppe P). 

Es gibt also auch kieferorthopädische Behandlungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden! Jenseits des 18. Lebensjahrs übernimmt eine gesetzliche Krankenversicherung nur im Ausnahmefall die Kosten der Behandlung. Gemeint sind hier kombiniert kieferorthopädisch/kieferchirurgische Behandlungen. Wenn also einer der Kiefer oder beide durch eine Operation versetzt  und in eine bessere Position gebracht werden. Aber auch vor dem 18. Geburtstag sind kleinere Zahnfehlstellungen, leichte Engstände bei ansonsten guter Verzahnung zwischen den oberen und unteren Zahnreihen von der Kostenübernahme ausgeschlossen.  

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.