kieferorthopädie-kosten

KIEFERORTHOPÄDIE - KOSTEN

Wer trägt die Kosten für die Behandlung? Welche diagnostischen Leistungen sind zur KFO-Behandlung erforderlich?

Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen Einschränkungen durch die sog. kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG). Diese Gruppen legen fest, welches  Krankheitsbild von der Krankenversicherung bezuschusst wird und welches nicht.

  • Behandlungen schwerer Fehlbildungen des Gesichtsschädels (Gruppe A), z. B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten u. ä., werden selbstverständlich bezahlt. Zu jedem Behandlungszeitpunkt.
  • Wenn bleibende Zähne nicht angelegt sind (Indikationsgruppe U) ist im Rahmen des kieferorthopädischen Lückenschlusses eine Kostenübernahme gesichert.
  • Genauso bei Zähnen, die versteckt in Ober- oder Unterkiefer hängen bleiben, und nicht durchbrechen (Indikationsgruppe S).
  • Ein seitlicher Kreuzbiss (Indikationsgruppen K und B) bedingt eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung.
  • Häufig sind es auch Abweichungen in Millimetern z. B. beim offenen Biss ( Gruppe O ) oder tiefen Biss (Gruppe T) zwischen einzelnen Zähnen (Indikationsgruppen E und P) die festlegen, ob die Behandlung bezahlt wird (Schweregrad über 3
  • Auch beim frontalen Kreuzbiss (Gruppe M) und der Frontzahnstufe="Überbiss" (Gruppe D) entscheiden wenige Millimeter über die Kostenzusage.
  • Genauso bei Engständen der Frontzähne (Gruppe E) oder einem Platzmangel seitlich (Gruppe P).

Es gibt also auch kieferorthopädische Behandlungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden! Jenseits des 18. Lebensjahrs übernimmt eine gesetzliche Krankenversicherung nur im Ausnahmefall die Kosten der Behandlung. Gemeint sind hier kombiniert kieferorthopädisch/kieferchirurgische Behandlungen. Wenn also einer der Kiefer oder beide durch eine Operation versetzt  und in eine bessere Position gebracht werden. Aber auch vor dem 18. Geburtstag sind kleinere Zahnfehlstellungen, leichte Engstände bei ansonsten guter Verzahnung zwischen den oberen und unteren Zahnreihen von der Kostenübernahme ausgeschlossen.

Wenn eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll ist benötigen wir zur Sicherung von Befund und Diagnose im Regelfall zwei Röntgenbilder: Eine seitliche Aufnahme des Gesichtsschädels wird anhand festgelegter Punkte ausgemessen. Zusätzlich brauchen wir eine Übersichtsaufnahme (OPG=Orthopantomogramm), die u. U. auch bei Ihrer Zahnärztin/ Ihrem Zahnarzt vorhanden ist.  Abformungen von Ober- und Unterkiefer, sowie Fotos ergänzen die diagnostischen Unterlagen. Auf Basis dieser Diagnostik erstellen wir dann einen individuellen Befund und Therapie- und Kostenplan für Sie und ihre gesetzliche oder private Krankenversicherung.

Selbstverständlich erhält auch ihre Zahnärztin/ihr Zahnarzt diesen Befund, sowie Kopien der angefertigten Röntgenaufnahmen, um Doppelaufnahmen zu verhindern.

In einem weiteren Beratungsgespräch drei bis vier Wochen später diskutieren wir dann die exakte Geräte- bzw. Bracketauswahl und beantworten offene Fragen ihrerseits zur Therapie und zum weiteren Vorgehen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

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